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Grüne Kärnten vor den Wahlen: Geile Stimmung

12. Januar 2009

Samstag fand in St. Veit die Landesversammlung der Grünen Kärnten vor den bevorstehenden Wahlen am 1. März statt. Hätte man mich noch vor einer Woche gefragt mit welcher Stimmung ich in den Wahlkampf gehe hätte ich sehr negativ geantwortet und mit einem massiven Stimmenverlust gerechnet, aber jetzt ist alles anders 🙂

Das BZÖ zerbröckelt bereits, Parteichef Holub hat einen Tag zuvor in Klagenfurt ohne großes Kommentar die ersten Inserate des BZÖ gezeigt und wir haben uns kollektiv darüber kaputt gelacht – wirklich ich hab geschrien vor Lachen. Ohne einen Lebensmenschen den er anhimmeln und in Szene setzen kann, ist die Petznerin dann in Sachen Wahlkampf doch nit so gut – wobei ich eh vermute dass sie das österreichs berühmtester Nebenwitwe auch weggenommen haben.

Mit dem Scheiden von Jörg Haider und Gaby Schaunig (die wäre jetzt Landeshauptfrau geworden hätte sie nicht das Handtuch geworfen) fehlen den kärntner Parteien Persönlichkeiten, was bedeutet WIR HABEN EINEN THEMENWAHLKAMPF IN KÄRNTEN, und thematisch kann den Grünen in ganz Österreich weder auf Bundes- noch auf Landes- noch auf Kommunal-Ebene irgendjemand das Wasser reichen.

Dem haben die Grünen in St. Veit Nachdruck verliehen, dort wurde einstimmig das Parteiprogramm der Grünen Kärnten verabschiedet. Darauf bin ich besonders stolz weil ich da selbst vier Kapitel ausgearbeitet habe! Wir gehen damit ALS EINZIGE PARTEI IN KÄRNTEN mit einem DURCHGÄNGIGEM, SOLIDEN, AKTUELLEM und von der grünen Basis getragenen Konzept in den Wahlkampf – und ich platze vor Stolz darauf!

Inhaltlich und thematisch sind die Grünen eine Supermacht dem stehen die anderen Parteien einfallslos und orientierungslos gegenüber. Das zeigt die Stimmenkaufaktion des BZÖ, die jedem Jugendlichen sage und schreibe 1000€ zahlen will wenn er zur Wahl geht und BZÖ wählt.

Die Roten werden im Wahlkampf sehr still sein, denn das ist alles was sie tun müssen um erste zu werden. Deren Rohr ist nämlich eine leere Hülle mit der man nichts reißen kann und die ÖVP ist in Kärnten ja prinzipiell nicht wirklich vorhanden, die werden massiv an uns Grüne verlieren weil denen (zurecht) der ganze Mittelstand in unsere Richtung davon läuft und die Bauern hab ich auch das Gefühl tendieren mehr denn je zu grün.

Vor Allem in Klagenfurt wo wir zuletzt 12% hatten werden wir – wenn wir es schaffen die parteiinterne Stimmung ins Volk zu tragen – alle massiv unter Druck setzen. Eine Andrea Wulz als grüne Vizebürgermeisterin ist in greifbare Nähe gerückt, zumal es bei den anderen Parteien massiv Rücktritte geben wird wenn wir zulegen und die verlieren, was eine neue Ära in der klagenfurter Stadtpolitik möglich machen wird – in Hinblick darauf war auch die grüne Vizebürgermeisterin von Graz – Lisa Rücker – Gastrednerin auf der Landesversammlung.

Zwar findet der grüne Wahlkampfauftakt erst am 31. März in Villach am Hauptplatz statt, natürlich wurden Samstag in St. Veit aber schon alle kräftig darauf eingestimmt. Freitag zuvor war auch eine Versammlung der klagenfurter Grünen vor der Wahl, dort wurden die Plätze 7 bis 12 gewählt wo ich auf den zehnten kam – damit bin ich höchstwahrscheinlich Ersatzgemeinderat – und mir wird dafür auch kräftig von allen Seiten gratuliert 🙂


Lisa Rücker erzählte vom Grazer Gemeinderatswahlkampf, wo die Grünen ihre Mandate verdoppeln konnten und wo Sie dort als grüne Vizebürgermeisterin jetzt steht.


Zalka Kuchling, unsere Volksgruppen-Sprecherin meinte Kärnten braucht die Grünen wie die Luft zum Atmen und schließt damit an Rolf Holub an, der Freitag die Grünen als das Immunsystem von Kärnten bezeichnete. Zweisprachige Ortstafeln seinen eine Bereicherung für das Land (sehe ich auch so, finde die Dinger cool), mit den Grünen trete man für die Vielfalt ein und gegen die geistige Enge in die man unsere Kinder in der Vergangenheit getrieben hat.


Barbara Lesjak machte darauf aufmerksam, dass wir Grüne in Kärnten diesmal mit 25 Gemeinden in die Wahl ziehen – mehr als je zuvor und zieht für Kärnten Bilanz aus dem Armuts- und Reichtums-Bericht. Es gibt immer mehr Arme Leute und immer mehr Reiche die reicher werden und die beginnende Wirtschaftskrise und die Teuerung verschärfen das noch. Alles was dem BZÖ dazu einfällt ist dieser Teuerungsausgleich wo die Bürger als Bittsteller hinpilgern und ewig (auf Geld das eigentlich eh ihnen gehört) warten müssen.


Rolf Holub meint zu Beginn gleich sarkastisch in Richtung des St. Veiter Bürgermeisters – mit dems hier Reibereien gibt – dass die Grünen mit der hier statt findenden Landesversammlung jetzt auch St. Veit erreicht hätten (bezogen auf die Schlagkraft) und klärt dann über die wahren Vorgänge zu der Herbergsuche für die Saualm-Asylanten auf (das werde ich nochmal ganz genau bloggen). Dann geht er nochmal auf den BZÖ-Tausender ein und auf die unglaublichen Vorgänge rund um die Kärntner Finanzen (ja wir sind pleite) und die Proporz-Parteien und meint Wir Grünen sind die einzige Partei die man wählen muss, weil man sie nicht kaufen kann.

Fazit: Die Grünen werden in Kärnten gebraucht. Hier wird das Volk um sein eigenes Geld erpresst. Anstatt Fehler im System auszubessern, oder überhaupt ein solides System zu schaffen, auf das man sich verlassen kann, bringen die Anderen nichts zustande als ab und zu einen Scheck mit lachhafter Summe. Die Proporz-Parteien bereichern sich am Volksvermögen und haben alles verkauft was dem Volk in Kärnten gehörte. So viele Gründe grün zu wählen.

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