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Konzentration von Bildungseinrichtungen als Chance für besseres Bildungssystem

5. Oktober 2015

Margit hat in ihrem Blog über den sich erweiternden Bildungs-Campus in Klagenfurt nachgedacht. Ein Grund für mich mal allgemein über unser Bildungssystem nachzudenken:

Ich persönlich finde die Konzentration von Bildungseinrichtungen für die Zukunft unseres Bildungssystems unerlässlich. Zumindest ab der Oberstufe sollte das System komplett modular werden und die einzelnen Module die jemand belegt, sich bereits an dessen Interessen und Berufswünschen orientieren. Wozu zum Beispiel jede*r Schüler*in so Sachen wie Integral- oder Vektor-Rechnung bestehen muss um eine Matura zu bekommen, ist mir schleierhaft. Unser System zwingt die jungen Menschen Sachen zu lernen, die sie zum Großteil nicht interessieren und/oder nie wieder brauchen werden.

Kinder wollen lernen, jeder Mensch wurde als Forscher*in geboren – wir entdecken die Welt und entwickeln uns weiter. Diesen Drang zu lernen zerstört unser derzeitiges Bildungssystem. Es ist nicht darauf ausgelegt Forscher zu unterstützen, sondern produziert Konsumenten – am Fließband, im Frontal-Unterricht. Außerdem geht es komplett an den Anforderungen am Arbeitsmarkt vorbei, vor allem in den neuen Branchen, hinter denen es gute zehn Jahre herhinkt.

Ich fände eine Erwachsenen-Bildungsanstalt zum Beispiel gut. Dort gibt es statt starren Lehrplänen modulare Kurse. Jeder Beruf definiert welche Kurse notwendig sind und man kann sich dann wie an einem Bildungs-Buffet bequem das Wissen zusammenstellen, das man entweder selber erlernen will, oder dann tatsächlich für einen Beruf braucht. Acht Jahre Pflichtschule und danach aufs Bildungsbuffet. So etwas könnte man nur zentral organisieren, dafür gehen sich dort dann auch seltenere Sachen aus.

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