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Lueger Straße in Klagenfurt in Hans-Kelsen-Straße umbennen

25. April 2012

In Wien wurde der Dr-Karl-Lueger-Ring in Universitätsring umbenannt. Auch in Klagenfurt haben wir eine Lueger-Straße und auch in Klagenfurt wird nun geprüft die Straße umzubenennen. Viele sind dagegen, dass Lueger ein Antisemit der übelsten Sorte war reicht ihnen als Begründung nicht aus.

Diesen Leuten möchte ich mal etwas vor Augen führen:

Folgendes hat Lueger 1899 in einer Rede gesagt: „Hier in unserem Vaterlande Österreich liegen die Verhältnisse so, daß sich die Juden einen Einfluß erobert haben, der mit über ihre Zahl und Bedeutung hinausgeht. (Zwischenruf: Sehr wahr!) In Wien muß der arme Handwerker am Samstag nachmittag betteln gehen, um die Arbeit seiner Hände zu verwerten, betteln muß er beim jüdischen Möbelhändler. (Sehr richtig!) Der Einfluß auf die Massen ist bei uns in den Händen der Juden, der größte Teil der Presse ist in ihren Händen, der weitaus größte Teil des Kapitals und speziell des Großkapitals ist in Judenhänden und die Juden üben hier einen Terrorismus aus, wie er ärger nicht gedacht werden kann. Es handelt sich uns darum, in Österreich vor allem um die Befreiung des christlichen Volkes aus der Vorherrschaft des Judentums. (Lebhaftes Bravo! Redner mit erhobener Stimme:) Wir wollen auf dem Boden unserer Väter freie Männer sein und das christliche Volk soll dort herrschen, wo seine Väter geblutet haben. (Tosender Beifall.) Aller Zwist, auch der bei uns in Österreich herrscht, ist darum durch die Juden entfacht, alle Anfeindungen unserer Partei rühren daher, weil wir der Herrschaft der Juden endlich einmal zu Leibe gerückt sind. Darum sind Juden, Sozi und Deutschnationale jetzt so an der Arbeit, um den verhaßten Mann zu stürzen (Hoch Lueger!) und ihre Fahnen wieder auf dem Rathausturm aufzupflanzen. (Bravo!)“

Österreich hatte nach dem 2. Weltkrieg das Glück den Status eines Opferlandes zu erhalten. Diesen Status haben wir aber nicht bekommen weil die damals wirklich dachten wir wären Opfer, sondern aus komplizierten, rechtlichen, politischen, strategischen und taktischen Gründen.

In Wahrheit haben wir diesen Status nicht verdient, denn die Nazis wurden in Österreich in prunkvoll geschmückten Straßen von Volksmassen euphorisch empfangenwir waren Täter, oder zumindest Mittäter.

Lueger war so etwas wie einer der Gesinnungs-Väter der Nazis. Hitler erwähnt in sogar in „Mein Kampf“ mit den Worten „Heute sehe ich in dem Manne den gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten.“.

Wer jetzt meint, die Begründung für eine Umbenennung wäre nicht genug, frage ich nur eins: Seid ihr euch immernoch sicher, dass ein Land wie unseres, mit diesem Erbe, mit so einer Vergangenheit, mit dieser Geschichte, Straßen benannt lassen sollte nach solchen Typen?

Und nebenbei, wieso bitte gibt es in Klagenfurt eine Straße die nach einem Wiener Kommunal-Politiker benannt ist?

Ich schlage vor die Lueger-Straße in Hans-Kelsen-Straße umzubennnen wie es die Rektorin der Akademie der bildenden Künste hier im Standard vorschlägt. Hans Kelsen ist Urheber der Verfassung und eigentlich relativ unbekannt dafür, dass er so ein wichtiges Werk geschaffen hat. Sie meint auch das Kelsen Opfer von Rassismus war, ich fände es wäre eine schönge Geste einen Rassisten mit einem durch Rassismus Geschädigten zu ersetzen.

Quellen:
[[http://www.sueddeutsche.de/politik/hitler-vorbild-karl-lueger-wien-hadert-mit-antisemitischem-stadtvater-1.1340196]]
[[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lueger#Antisemitismus_als_Programm]]

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