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Warum BIO in Kindergärten?

7. August 2018

Vor einiger Zeit behauptete ein Stadtrat aus Klagenfurt, dass BIO-Essen nicht gesünder ist, weil irgendeine Studie meinte, BIO-Essen hat nicht mehr Vitamine. Diese epochal dämliche Aussage und das damit verbundene Unwissen schockieren. Bei BIO geht es nicht darum, dass das Essen bessere Nährstoffwerte hat, sondern darum, dass es nicht mit Giften gespritzt wird. Sei es Unkraut- oder Insekten-Vernichter. Und bei Fleisch geht es um die Haltungsbedingungen und darum, womit die Tiere gefüttert werden und um Antibiotika (von denen es durch die besseren Haltungsbedingungen weniger braucht und wo es auch schärfere Auflagen gibt wie und wann die zu verwenden sind).

Kinder sind im Wachstum, das Gehirn lernt und vernetzt sich, die Synapsen, die Nerven. Pestizide (Insektenvernichter) und Herbizide (Unkrautvernichter) sind Nervengifte. Es gibt gebeiztes Saatgut, das bevor die Pflanze überhaupt entstanden ist schon in Gift getränkt wurde. Niemand kann ernsthaft glauben, dass die daraus entstehende Pflanze dieses Gift nicht enthält.

Zwar stimmt es, dass sich in der Frucht und dann im Essen nur geringe Spuren dieser Gifte finden, mit BIO ist das aber gar nicht der Fall. Warum groß rechtfertigen, wenn es auch ganz ohne geht? Mit der Gewissheit, das was die Kinder da essen, ist sauber.

Man kann auch damit argumentieren, das konventionelle Landwirtschaft kosteneffizienter ist, dass BIO zu teuer ist, sowohl in der Produktion, als auch dann im Kauf. Könnte man aber die unbekannten Folgen der Gifte für das Kind in Geld berechnen – Kosten für die Behandlung gesundheitlicher Folgen oder im Extremfall durch die schlechtere Entwicklung der Kinder – ich bin ziemlich sicher, da gewinnt BIO-Essen dann haushoch. Wie oft wurde schon behauptet irgendeine Chemikalie sei unbedenklich, und Jahre oft Jahrzehnte später kam raus, dass es nicht so ist.

Die Gift- und Gen-Industrie liefert sich ein Wettrüsten mit der Natur – können wir das gewinnen? Die Natur passt sich an. Wollen wir das überhaupt? Immer aggressivere Schädlinge und noch aggressivere Gifte oder Eingriffe in die Genetik der Pflanzen die wir oder unser Essen essen?

Wieso diese Risiken eingehen, wenn ich eh eine Option habe, bei der ich sicher weiß, es passiert nichts? Lieber jetzt ein bisschen mehr Geld ausgeben, als dann später die Folgen abzahlen und der nächsten Generation aufhalsen.

Du hast keine Kinder, deswegen interessiert dich das Thema nicht? Kinder sind unsere Zukunft, das geht uns alle etwas an.

Bild: https://www.pexels.com/photo/food-healthy-wood-table-128402/

2 Antworten zu “Warum BIO in Kindergärten?”

  1. Ingrid Göller sagt:

    Pflichtlektüre für den unwissenden Stadtrat: Johann G. Zaller (Boku Wien): Unser täglich Gift – Pestizide, die unterschätzte Gefahr.
    Wenn man nur Ausschnitte liest, vergeht einem das Essen. Ein konventioneller Apfel wird bis zu 31 Mal gespritzt. Diese Gifte sind Systemgifte, die man gar nicht mehr abwaschen kann. Super.

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