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Was sind eigentlich Politiker und das System Kärnten ?

2. August 2011

Ich denk es gibt verschiedene Auffassungen davon, was ein Politiker eigentlich ist. Aus meiner Sicht sind Politiker – neben Angestellten des Volkes – eigentlich in erster Linie System-Pfleger. Sie haben das Allgemeinwohl im Blick und passen das System an Veränderungen an – zum Wohle aller.

Wie es in Kärnten soweit kommen konnte ist ein vieldiskutiertes Thema. Viele von außen Wissen aber gar nicht wie es funktioniert, deswegen hier eine kurze Erklärung:

Eigentlich bedeutet Politik, dass es eine Agenda gibt. Es gibt politische Gruppierungen die zu den einzelnen Punkten auf dieser Agenda Position beziehen und anhand dieser Positionen entscheidet der Wähler dann welche politische Richtung er wählt.

Das Problem in Kärnten: ALLES IST SUPER. Unsere Landespolitik schafft es nicht einmal die Probleme die wir haben (bzw. das System) zu formulieren, weil sie ununterbrochen damit beschäftigt sind, den Leuten weiß zu machen, wie toll alles bei uns ist. Das machen sie mit Dauer-Werbung, diese bezahlen sie mit unserem Steuergeld. DAS NENNT MAN EIGENTLICH PROPAGANDA.

Konkret sieht das so aus:

Man schafft sich eine Marke:

Landeshauptmann Dörfler (FPK): Lebensland Kärnten (da macht er auf grün)
Josef Martinz (ÖVP): Genussland Kärnten (Brettljausn usw.)
Peter Kaiser (SPÖ): Gesundheitsland Kärnten (Altersheime, Impfungen usw.)
Harald Dobernig (FPK): Wohlfühlland Kärnten (siehe Peter Kaiser)
Was haben Ragger, Scheuch und Prettnar eigentlich?

Unter dem Deckmantel dieser Marke, macht man jetzt hunderte kleine, sinnlose Aktionen, von der die Allgemeinheit überhaupt nichts hat. Weil diese Aktionen so klein und nutzlos sind, kosten sie kaum etwas, dafür werden sie aber um zigtausende Euro Steuergeld beworben, und natürlich immer mit Namen und Portrait des jeweiligen Politikers und sie scheuen auch gar nicht davor zurück diese Werbung in der selben Aufmachung rauszubringen wie das Werbe-Material der eigenen Partei.

Dann kommt noch der Proporz dazu: egal wen man wählt, es sitzen zum Schluss wieder alle in der Regierung und alle machen genauso weiter wie immer und alle machen sie das selbe. So gut wie nichts, und das bisschen dann mit PR aufbauschen – und die Medien spielen mit.

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