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Wie Medien manipulieren – Stichwort Parteienförderung

5. Dezember 2012

Als die Kärntner Landtagsparteien die Parteienförderung 2009 verdoppelten, ging ein großer Aufschrei durchs Land. Es passierte etwas einzigartiges: eine Tageszeitung erklärte sich praktisch zur einzigen Opposition im Land und kampagnisierte wochenlang wie schamlos die Parteien den Steuerzahler zur Ader lassen (Dass die Zeitung selbst an den Schaltungen der Parteien und der Regierung Unsummen verdient, hat sie natürlich nicht erwähnt).

Die Kritik war berechtigt. Der Grund für die Erhöhung simpel: BZÖ/FPK, SPÖ und ÖVP haben sich eine derartige Materialschlacht im Wahlkampf geliefert, dass alle drei Parteien vor einem riesigen Schuldenberg standen.

Heute ist die Erhöhung der Parteienförderung nicht nur komplett zurückgenommen worden, sie liegt jetzt sogar unter dem Wert vom Jahr 2008.

Weil die Kleine Zeitung damit aber keine Stimmung machen kann, und schlichtweg die Schlagzeile, dass die Erhöhung der Parteienförderung vollständig rückgängig gemacht wurde so nicht bringen will, wird einfach ein Gesamtzeitraum von zehn Jahren hergenommen, damit die Summe größer wirkt und schockierender. Alter Wein in neuen Schläuchen.

Der Artikel hierzu enthält außerdem inhaltliche Fehler. So fehlt in der Grafik mit dem Bundesländervergleich schlichtweg Wien – das Bundesland mit der höchsten Parteienförderung, deutlich erkennt man auch, dass Oberösterreich noch vor Kärnten liegt:

Wenn die Wahrheit zu langweilig ist, oder sogar positiv, konstruiert man einfach eine neue, die ihren Zweck erfüllt.

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