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Wienux – eine typisch österreichische Katastrophen-Bilanz

5. Januar 2009

Vor einiger Zeit machte das MA14 des Wiener Magistrats mit Wienux auf sich aufmerksam. Eine eigene Linux-Distribution zugeschnitten auf den Beamten-Alltag. Als Basis diente Linux-Urdistro Debian, dass zum Beispiel auch die Mutter von Ubuntu ist. Soweit eigentlich nichts Neues für die Linux-Welt, tauchen da ja laufend auf spezielle Bedürfnisse angepasste neue Forks (Abkömmlinge) auf. Was aber dann Geschah macht österreichs einzige Millionenstadt Wien einfach nur lächerlich – was nämlich in München, Hamburg und Berlin problemlos und als gefeierte Erfolgsgeschichte funktioniert artet bei uns in einer Schlammschlcht der Inkompetenz aus.

Die ganze Causa richtig zu rekonstruieren ist kaum mehr möglich, zu viele haben haben da mitgeredet die keine Ahnung von der Materie hatten – allen voran offenbar die Grünen, welche die Vorgänge um Wienux für einen politischen Seitenhieb nutzten und sich dabei offenbar auf Fehlinformationen des Standard verließen. Die Linux-Community hat ja Tränen über die grüne Abgeordnete gelacht die (ich glaub) im Wiener Landtag große Reden über Linux hielt und sich dann zu ihrem Windows-XP Notebook setzte.

Nun, die LUGA hat hier versucht die ganzen Quellen zusammentragen und Licht in die Vorfälle zu bringen. Entschuldigt bitte die scheußliche Seite der LUGA, wie ihre Mitglieder ist der ganze Verein im Jahr 1995 stecken geblieben und hauptverantwortlich für das rückständige Image von Linux in Österreich (Bezeichnen sich selbst als Linux-Veteranen und nutzen Red Hat und SuSE – *rofl*).

Offiziell hört man von Wienux nicht mehr viel, zuletzt gab es nicht mal auf einen Standard-Artikel eine Resonanz, ein Indiz dafür dass Wienux eine Totgeburt ist – was zu erwarten war wenn man im Einsatz Windows-Software mit einem anständigen Betriebssystem kreuzt und Entscheidungen Leuten überlässt die sich wenig, bedingt oder gar nicht damit auskennen und das obwohl Österreich wirklich nicht schlecht da steht was es Linux-Consulting (Beratung) angeht.

Die Bilanz daraus ist eine Katastrophe für alle Beteiligten: Die wiener Grünen und das Wiener Magistrat stehen als Lachnummern da. Der ganze Vorfall war für Linux ein schwerer Image-Schaden in Österreich, und für österreichs Linux-Szene vor der restlichen Linux-Welt. Wienux – ein guter Versuch, der durch das Kalkühl im wiener Saustall nun von niemandem mehr Ernst genommen wird – und eine beileidigte Linux-Community die sich ausgenutzt, gefoppt und betrogen fühlt.

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